Krypto-Betrug ist eine der am schnellsten wachsenden Betrugsformen in Deutschland. Erfahren Sie, wie Betrug mit Kryptowährungen funktioniert, welche Warnsignale es gibt, und was Sie nach einem sechsstelligen Schaden tun können.
Das Bundeskriminalamt verzeichnet Jahr für Jahr steigende Fallzahlen bei Cyberkriminalität mit kryptowährungsbasiertem Betrug. Laut BKA-Lagebild Cybercrime entstand deutschen Opfern von Cyberkriminalität im Jahr 2023 ein Schaden von über 8,6 Milliarden Euro – ein erheblicher Teil davon durch Betrug mit Kryptowährungen.
Besonders häufig sind Fälle mit sechsstelligem Schaden durch gefälschte Handelsplattformen, die als seriöse Kryptobörsen oder Investmentfirmen auftreten. Die Opfer werden oft wochenlang umworben, bevor der Betrug offensichtlich wird.
Betrüger betreiben professionell aussehende Krypto-Handelsplattformen, die gefälschte Gewinne anzeigen. Opfer investieren zunehmend größere Beträge, bevor sie versuchen, Geld abzuheben – was durch Gebührenanforderungen, Steuerzahlungen und Compliance-Kosten systematisch verhindert wird.
Bei dieser besonders perfiden Form wird zunächst eine romantische oder freundschaftliche Beziehung aufgebaut, bevor das Opfer in die gefälschte Plattform geführt wird. Der Begriff "Pig Butchering" (auf Deutsch: Schweineschlachtung) beschreibt das Prinzip: das Opfer wird "gemästet" (durch Vertrauen aufgebaut), bevor es "geschlachtet" wird (Geld gestohlen).
Über WhatsApp oder andere Messenger nehmen Betrüger zunächst versehentlich Kontakt auf ("Falsche Nummer") und entwickeln dann eine freundschaftliche Beziehung. Die Investmentempfehlung kommt immer, wenn Vertrauen aufgebaut ist.
Betrüger kaufen günstige, unbekannte Kryptowährungen, bewerben sie aggressiv in Telegram-Gruppen und Social Media, und verkaufen ihre Position, sobald der Kurs gestiegen ist. Ahnungslose Käufer verlieren ihr Investment.
Cloud-Mining-Plattformen versprechen passive Einnahmen durch Krypto-Mining. Oft gibt es kein echtes Mining – die Plattform ist eine Fassade, die Einzahlungen sammelt, bis sie verschwindet.
Kein seriöses Investment garantiert Gewinne. "Sicher 20% monatlich" ist ein klassisches Betrugsversprechen.
Wenn Ihre Abhebungsanfrage mit neuen Gebühren, Steuern oder Compliance-Anforderungen blockiert wird.
Nicht bei BaFin, FCA, ASIC oder einer anderen Aufsichtsbehörde registriert.
Permanenter Druck, mehr zu investieren – mit immer neuen Versprechen und Dringlichkeit.
Kommunikation ausschließlich über nicht verifiable Messenger-Apps ohne offizielle Unternehmenskontakte.
Der erste Kontakt war eine "versehentliche" Nachricht – ein klassischer Einstieg in den Romance-Scam.
Bei erheblichem finanziellem Schaden durch Betrug mit Kryptowährungen empfehlen wir folgende Schritte:
Anders als oft angenommen sind Krypto-Transaktionen öffentlich und rückverfolgbar. Spezialsoftware wie Chainalysis kann Geldflüsse über mehrere Wallets hinweg nachverfolgen. Wenn Gelder auf einer regulierten Börse mit KYC-Daten landen, können rechtliche Schritte eingeleitet werden. Bei sechsstelligem Schaden ist ein Spezialist für Blockchain-Forensik dringend empfohlen.
Kostenlose Erstberatung für Opfer von Krypto-Betrug in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Betrug melden Ermittler kontaktieren